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Schlagwort-Archive: der ungestiefelte Kater

Der Blick

Wer kennt diesen Blick nicht. Die Katze sieht einen an und man hat das Gefühl dass man irgendetwas tun müßte. Irgendwas…nur halt was. Irgendwie schleicht sich je länger dieser Blick oder diese Blicke dauern ein schlechtes Gewissen ein. Mir geht das immer so wenn ich nach Hause komme. Meist begrüßt mich die Rasselbande in der Nähe der Tür oder beqeuemt sich wenn sie gepennt hat nach einer Weile zu mir. Dort sitzt man dann und beobachtet mich aus untergründlichen Augen. Mittlerweile unterstützt man mich auch tatkräftig beim aufschnüren meiner Schuhe. Komischerweise dauert es trotzt Hilfe länger als früher. Muss wohl an mir liegen !  Dann gehe ich meist in die Küche um mir etwas zu trinken zu holen . Natürlich die Bande im Schlepptau. Es könnte ja etwas ohne ihre Aufsicht geschehen. Dann ist die Geduld der Süßen meist erschöpft. Jetzt sollte ich doch langsam mal in die Pötte kommen. Schließlich bin ich nun schon lange genug zu Hause

Also schnappe ich mir was gerade „angesagt“ ist und spiele mit ihnen. So vergehen die ersten 30-45 Minuten. Die erste Stunde welche ich zu Hause bin gehört also erstmal meinen Katzen. Nicht meiner Freundin sondern meinen Katzen. Wenn das so klingt als wollte ich mich beschweren so wollte ich das garnicht. Aber es ist interessant.  Mittlerweile sind sie es richtiggehend gewohnt. Herchen kommt nach Hause und dann wird erstmal gespielt. Und sie geben auch nicht eher Ruhe bis das geschehen ist.

Oder man stelle sich folgende Situation vor. Nachdem der Berg des schmutzigen Geschirrs mal wieder von selbst in unermessliche Höhen gewachsen ist fange ich mit einem resignierenden Blick auf denselben an zu spühlen. Die Rasselbande hat gerade das Abendessen bekommen und sitzt mehr oder weniger stark schmatzend vor ihren Näpfen. Es hilft nichts, vom schauen scheint der Berg nicht kleiner zu werden. Also fange ich an. Es dauert eine kleine Weile aber schließlich findet sich die Bande putzend zu meinen Füßen am Spühlbecken ein. Dort weiß man zum einen nicht was ich dort oben denn so plansche und zum anderen ist einem langweilig. Also legt Janosch die Pfode ans Bein, Samson miaut vorwurfsvoll und Ami sitzt einfach da. Kaum bewege ich mich von  der Spühle weg rennt Janosch ins Wohnzimmer und setzt sich hin. Dann schaut er mich an. Ami rennt auf ihren Spielplatz im Regal und wirft mir auffordernde Blicke zu. Samson bleibt in der Küche, denn es könnte ja noch etwas zu essen dort geben und Herchen kommt sicherlich  umgehend zurück um den Napf wieder aufzufüllen. So beobachten mich alle drei genaustens ( siehe hier oder hier). Ich unterdrücke das in mir aufkeimende schlechte Gewissen, schließlich weiß ich genau was die Kleinen möchten und widme mich erst einmal wieder dem Abwasch. Schließlich muß der auch gemacht werden. Eine viel zu lange Zeit später ( der Berg sah irgendwie nicht soooo groß aus ) komme ich aus der Küche und finde die Rasselbande auf allen möglichen Plätzen dösend vor. Mich des überdeutlich geäußerten Wusches erinnernd schnappe ich mir die Spielsachen und versuche die Bande zu motivieren. Nacheinander gehen ein paar Augen auf und mir wird nach einem kurzen Blick aus einem der Augenpaare bewußt, dass ich zwei große, kaum wiedergutzumachende Fehler begangen habe.

Der erste besteht darin dass ich die Herrschaften geweckt habe. Ungnädig werde ich beobachtet. Die erste Katze beschließt sich zu erheben und mich mit ihrer Anwesenheit zu beehren.

Der zweite Fehler besteht darin dass man soooo lange warten mußte. Ich meine, schließlich wollte man ja vor langer Zeit spielen und nicht jetzt, nachdem man fast eingedöst war.

Aber die drei haben ja zum Glück ein großes Herz. Trotz meiner schwerwiegenden Verfehlungen entschließen sich die beiden anderen mir bei meinem bemühungen sie zu unterhalten Gesellschaft zu leisten. So hüpft die Rasselbande kurze Zeit später auf der Jagd nach ihrem „Vogel“ durch die Gegend, rennt Papierkügelchen nach  ( welche ich natürlich dann wieder einsammeln darf ) oder verfolgt kleine Runde Pappscheiben.

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Verfasst von - 30. Oktober 2010 in Katzen

 

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Janosch #2

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Verfasst von - 26. Oktober 2010 in Katzen

 

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Ein Kater und das Brötchen

Bevor ihr weiterlest noch eine Warnung an den Leser. Diese Geschichte hat leider kein Happy End !. Wer also harte Schicksalschläge nicht verkraften kann liest besser an dieser Stelle nicht weiter.

Es war einmal ein Kater, der in einer württembergischen Stadt am Fuße der Alb lebte. Nennen wir ihn….Janosch.Und da war dieses Brötchen,dieses wunderbare, leckere und knusprige Brötchen. Aber auch die inneren Werte waren durchaus erwähnenswert. Belegt war es nämlich mit herzhaftem, leckeren Krustenschicken. Er mußte es einfach haben !

Also gesagt getan. Der alte Halunke. Erst versuchte er durch aufringliches auf den Teller klettern an den Schinken zu kommen. Als die Soldaten ( ich ) der bösen Königin ( meine Freundin ) dies jedoch vereitelten, versuchte es der arme ungestiefelte Kater auf einem anderen Weg.

Nun  versuchte er sich in das Herz der Königin zu schmeicheln. Schnurren , schmusen, an der Brust reiben und all die Dinge versuchte der arme ungestiefelte Kater um an den Gegenstand seines Begehrens zu kommen.Als dies auch nichts half legte er sich zu Füßen des kommandierenden Soldaten auf einer Decke nieder und beobachtet das für ihn unereichbare Treiben aus der Ferne. Worüber er , selig brummend dann auch einschlief.

Und so mußte die Liebe zwischen diesem Kater und dem leckeren mit Krustenschinken belegten Brötchen leider unerwidert bleiben ;(

 
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Verfasst von - 22. Oktober 2010 in Katzen

 

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